Internationale Projekte

LNG Masterplan Rhein-Main-Donau

Die EU Kommission schlägt vor bis 2025 in allen Binnenhäfen des Kernnetzes des transeuropäischen Verkehrsnetzes LNG-Tankstellen zu installieren und bezuschusst allein das Projekt LNG Masterplan Rhein-Main-Donau mit 40 Millionen Euro. Der Mannheimer Hafen beteiligt sich an diesem Projekt gemeinsam mit 4 weiteren Häfen. Die Akteure, die mit Erfolg gemeinsam den TEN-Antrag (TEN = Transeuropäisches Netz) gestellt hatten, trafen sich am 10. und 11. September 2013 im Hafen Mannheim zu einem Kick-Off-Meeting, bei dem die Aufgaben strukturiert und verteilt wurden.

Eine Interessengemeinschaft hatte im Frühjahr 2014 den TEN-Antrag in Brüssel gestellt. Beteiligte Häfen am Rhein sind Rotterdam, Antwerpen und die am Oberrhein gelegenen Binnenhäfen Mannheim, Straßburg und Basel, für die Donau-Strecke ist der Hafen Wien zuständig, der zugleich der Initiator des gesamten Projektes ist, das bis Ende 2015 läuft. Mit dem LNG Masterplan stehen nun Gelder für Studien zur Verfügung, denn es gibt bisher wenige Grundlagen, um  festzustellen, wie viele LNG-Tankstellen und -Läger an welchen Standorten in welcher Größe entlang der langen Strecke von Nordsee bis zum Schwarzen Meer nötig sind und welche Standards für die Technologie, Sicherheitsvorschriften oder sonstige Regelungen gebraucht werden. Der Anteil der HGM beträgt zunächst 350.000 Euro, von denen sie 175.000 Euro innerhalb der nächsten drei Jahre schultern wird.

Die Häfen Antwerpen und Rotterdam am Rhein sind in dem Projekt federführend und koordinieren die Zusammenarbeit mit den Binnenhäfen Mannheim, Straßburg und Basel. Alle Interessen werden unabhängig von der Größe und unterschiedlichen Arbeitsgebiete der Häfen gleichrangig berücksichtigt. Ein Strategic Action Plan mit detaillierten Inhalten der gewünschten Studien und Fragen wurde in gemeinsamer Arbeit der Häfen erarbeitet und der EU-Kommission zugestellt. Parallel wurden die ersten Entwürfe der Ausschreibungen für die gewünschten Studien von allen Häfen erarbeitet. Die Ausschreibungsverfahren werden von Rotterdam und Antwerpen durchgeführt. Nachdem diese Vorarbeit gemacht war und die Bedingungen unter denen eine Zusammenarbeit erfolgen soll verhandelt waren, wurden die Konditionen natürlich auch offiziell vertraglich vereinbart. Am 25. April 2014 wurden die "Declaration Of Intent" sowie das "Cooperation Agreement" von den Hafendirektoren im Rahmen einer Steering Group-Sitzung unterzeichnet.

Treffen der Steering Group am 25.04.2014 in Straßburg

Upper Rhine

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